35 Gspon - Ochsehorn - Wyssgrat - Gspon
Bereit für ein echtes Bergabenteuer? Diese Rundtour führt dich nicht nur auf beeindruckende Gipfel, sondern auch über spannende Grate mit atemberaubenden Panorama-Ausblicken, die du so schnell nicht vergessen wirst.
Startpunkt deiner Tour ist die Bergstation LSSG auf 1889 Metern – von hier aus geht es hoch hinaus zum Ochsehorn (2844 m) und weiter zum Wyssgrat (2884 m). Unterwegs durchquerst du die weitläufige Rosschumma, meisterst abwechslungsreiches Blockgelände und geniesst die besondere Atmosphäre einer echten Gratwanderung.
Die Tour ist anspruchsvoll und richtet sich an trittsichere Bergwandernde mit guter Kondition, denn neben Abschnitten der Schwierigkeit T3 erwarten dich auch kurze Passagen im Schwierigkeitsgrad T4. Wenn du also Lust auf Herausforderung und grandiose Natur hast, bist du hier genau richtig!
Schwierigkeit
T1 bis Rosschumma, T2/T3 bei der Überschreitung des Ochsehorns, T2 bei der Überschreitung des Wyssgrats, T1 im unteren Teil des Abstiegs
Markierung
Weiss/Rot/Weiss bis Rosschumma und weiss/blau/weiss für die Überschreitung des Ochsehorns
🚶♂️Der Aufstieg
Dein Abenteuer beginnt bei der Bergstation LSSG auf 1889 m. Du folgst dem Wanderweg R. 31, Variante 1, bis zum Endpunkt des Skilifts und steigst weiter auf zu Punkt 2314. Von dort führt dich ein breiter Weg in südöstlicher Richtung zur Wasserfassung. Ab hier folgst du den Markierungen hinein in die grasige Rosschumma – ein ruhiger, offener Kessel mit toller Sicht auf die weitere Route.
Schon von hier aus kannst du erkennen, wie du zum Grat kommst: Du querst einen breiten Grashang am rechten Rand, oberhalb zweier dunkler Felsbänder, nach links zu einem auffälligen, wandartigen Felsblock auf rund 2520 m. Halte dich an die Steinmänner, die dir den Einstieg zeigen. Der markierte Weg dreht hier eigentlich nach rechts Richtung P. 2558 ab – du verlässt ihn jedoch an dieser Stelle nach links, sobald er an die steile Flanke des Nordwestgrats trifft.
Unterhalb des markanten Felsblocks geht’s über unmarkierte, aber erkennbare Pfadspuren zuerst steil, später sanfter zum Grat hinauf.
⛰️ Auf dem Grat zum Gipfel
Der Grat ist anfangs schmal, aber gut begehbar. Kleinere Felsaufschwünge kannst du problemlos überwinden. Weiter oben triffst du wieder auf den markierten Weg, der aus der Rosschumma heraufführt. Diesem folgst du in Richtung Einsattelung zwischen Ochsehorn und P. 2825, wobei du die Westflanke von P. 2825 querst.
Der letzte Anstieg zum Ochsehorn-Gipfel erfolgt über gut erkennbare Spuren. Einige Felsstufen und ausgesetzte Stellen sind mit Fixseilen und Tritten gesichert. Der Ausblick vom Gipfel lohnt jede Mühe – du stehst auf einem stillen Aussichtspunkt hoch über dem Tal.
🔁 Weiterweg zum Wyssgrat
Vom Ochsehorn steigst du über einige ebenfalls gesicherte Passagen ab auf den breiten Grat in Richtung Wyssgrat. Der deutliche Abzweig zum Blawe See bleibt links liegen. Du gehst weiter zum Sattel auf 2806 m zwischen Ochsehorn und Wyssgrat.
Der folgende Gegenanstieg zum Wyssgrat hat es in sich: Das Blockgelände verlangt Konzentration und etwas Klettergefühl. Doch nach kurzer Zeit ist auch dieser Abschnitt geschafft, und du stehst auf dem zweiten Gipfel des Tages – dem Wyssgrat.
⬇️ Der Abstieg
Du folgst dem Nordwestgrat, der dich in moderatem Gelände hinunterführt. Der Weg ist zwar meist breit, aber stellenweise blockig und unübersichtlich. Besonders bei Nebel oder schlechter Sicht solltest du gut auf die weiss-rot-weissen Markierungen achten – so vermeidest du unnötige Umwege.
Unten erreichst du Chiebodme, wo du wieder auf den Gsponer Panoramaweg (R. 31) triffst. Über diesen gelangst du ostwärts zurück zu P. 2314 – dort schliesst sich die Runde, und du bist bald wieder an deinem Ausgangspunkt.
🔀 Alternative Route: Ganzer NW-Grat ab Sädolti
Wenn du eine einsamere, alpine Variante suchst, kannst du auch vom Sädolti (2192 m) aus den gesamten Nordwestgrat begehen. Diese Route ist unmarkiert, aber mit einigen Steinmännern versehen. Du steigst rechts hinauf, gehst an einer Hütte vorbei und folgst Wegspuren über eine wenig ausgeprägte Krete.
Die felsigen Steilstufen kannst du rechts umgehen – es gibt mehrere Varianten. Nach den steileren Passagen steigst du wieder zum Grat hinauf und folgst ihm weiter, teilweise auf der rechten Seite. Die Einmündung in die Hauptroute ist unscheinbar, aber spätestens, wenn du auf den markierten Weg aus der Rosschumma triffst, bist du wieder auf der beschriebenen Runde. Diese Variante ist etwas anspruchsvoller (T3–T4), bietet dafür aber viel alpine Stimmung und Ruhe.
📌 Hinweis
Diese Tour erfordert alpine Erfahrung, Trittsicherheit und gutes Schuhwerk. Besonders bei Nässe oder Nebel sind die Gratabschnitte mit Vorsicht zu geniessen. Die Wege sind teils unmarkiert – orientiere dich an Wegspuren und Steinmännern. Wer sich nicht sicher fühlt, sollte auf die Variante Rosschumma–Ochsehorn beschränkt bleiben.