39 Engiloch (Simplonpassstrasse) - Sirwoltusattel - Lägende Tschuggo - Gspon

Landschaftlich abwechslungsreich – mit stillen Seen, Wasserfällen und einsamen Pfaden

Wenn du einen langen, aber eindrucksvollen Zugang nach Gspon suchst, bietet dir diese Route ab Engiloch eine besonders abwechslungsreiche und stille Variante. Sie ist etwas alpiner als der klassische Weg über den Bistinepass und eignet sich besonders für erfahrene Wandernde mit guter Kondition und sicherem Orientierungssinn – vor allem bei Nebel im Bereich des Sirwoltusees oder beim Lägunde Tschuggo, wo sich die Markierungen verlieren können.

Ausgangspunkt

Engiloch (Postautohaltestelle)

Zeit

8 Std.

Schwierigkeit

T2, eine kurze Stelle T3

Höhendifferenz

1400m

Markierung

Weiss/Rot/Weiss bis zur Einmündung in R. 38

Deine Tour beginnt in Engiloch. Du folgst zunächst einem kleinen Strässchen, das direkt südlich der Hauptstrasse verläuft, bevor du auf einen Pfad nach Clusmatte (1810 m) wechselst. Ab hier führt dich ein anfangs noch schwach markierter Weg (achte nicht auf die blauen Markierungen – sie gehören zu einem anderen Rundweg) zu einem gut sichtbaren Wegweiser. Dort hältst du dich Richtung Bistinepass / Gspon.

Nun steigst du auf gut markiertem Pfad über den Wysse Bode und gelangst links vom imposanten Wasserfall über eine Steilstufe – hier helfen dir Kabel und Eisentritte – weiter nach oben. Im Frühsommer können Schneereste liegen bleiben, also sei vorsichtig.

Am Sirwoltusee wird das Gelände sanfter. Du steigst rechts etwas ab, überquerst ein Blockfeld und folgst vorerst undeutlichen Spuren bis zum idyllischen Sirwoltu Weiher – ein echter Ruheort mitten in der Bergwelt. Danach wanderst du gemütlich weiter zum breiten Sirwoltusattel (2620 m).

Auf der Westseite des Sattels geht’s bergab – einen links abzweigenden Weg lässt du liegen – und gelangst über einen Bogen nach Norden zu P. 2482. Dort triffst du auf den Weg, der vom Bistinepass und der Magelicke herführt. Ab hier folgst du einfach Route 38 nach Gspon – das Ziel deiner langen, aber lohnenden Tour.

🔁 Variante: Von Simplon Dorf über das Wyssbodehorn nach Gspon
Die längste Tour im Gebiet – für sehr gut trainierte Bergwanderer

Wenn du ein echtes Ausdauer-Abenteuer suchst, ist diese Route ab Simplon Dorf über das Wyssbodehorn genau das Richtige. Sie zählt zu den längsten beschriebenen Wanderungen im Raum Gspon – rund 10 Stunden bist du unterwegs, mit 1700 Höhenmetern und reiner T2/T3-Wertung.

Du startest im Dorf und gehst zunächst auf der alten Hauptstrasse, bis du bei P. 1508 links auf einen Wanderweg nach Egga abbiegst. Von dort steigst du auf einem Pfad, der mehrere Kurven der Fahrstrasse abkürzt, zur Rossbodustafel (1933 m) auf.

In nördlicher Richtung wanderst du über Undre Stosbode zum Galu-Kamm und weiter auf einem wunderschön angelegten, aussichtsreichen Pfad hinauf zum Wyssbodehorn (2623 m). Hier lohnt es sich, innezuhalten – der Tiefblick ist spektakulär.

Vom Gipfel steigst du über Geröll nach Süden in eine kleine Einsattelung ab. Danach geht es auf gut markiertem Weg durch ein Blockfeld und ein steileres Gelände weiter – der Pfad ist schmal, aber mit etwas Vorsicht problemlos zu bewältigen.

Das Gelände wird dann wieder flacher, und du erreichst schliesslich den Sirwoltusee, wo du auf die zuvor beschriebene Hauptroute triffst. Von hier folgst du dem bekannten Weg weiter Richtung Gspon.

Tipp: Der Aufstieg von Egga zur Rossbodustafel ist zwar schön, aber lang – mit etwas Glück findest du für diesen ersten Abschnitt eine Mitfahrgelegenheit.

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