50 Gspon - Simelihorn - Mattwaldhorn

Lange, aber lohnende Tour auf den höchsten Gipfel der Region Gspon - ein grossartiger Aussichtspunkt! Ein Blick auf die Website von Swisstopo (www.swisstopo.admin./Zeitreise) zeigt, dass die Namensgebung bei beiden Gipfeln im Laufe der Jahrzehnte eher schwankend war: das Simelihorn hiess auch schon Gale(n)horn, das Mattwaldhorn dafür Simelihorn. Seit 1987 gelten die hier angeführten Namen - mit dem etwas merkwürdigen Ergebnis, dass der Simelipass nun weitab vom Simelihorn liegt.

Ausgangspunkt

Gspon, Bergstation LSSG

Zeit

7.30 Std.

Schwierigkeit

T2/T3 bis Simelihorn, dann stellenweise T4. Nur wenige exponierte Stellen.

Höhendifferenz

1350m

Markierung

Weiss/Rot/Weiss und Weiss/Blau/Weiss

Von der Bergstation LSSG (1889m) auf R. 31 (Variante 1) nach Scheidbode, dann rechts haltend auf den breiten Weg und auf diesem über Sänntum (2168m) zum Kreuz von Häüschbiele (2246m). Beim Wegweiser nach links (Osten). Kurz darauf zweigt ein nicht sehr ausgeprägter Weg ohne Markierung halbrechts ab. Auf diesem Weg in schöner Wanderung zur Wiedlinu-Hütte (2416m; vgl. R. 31 Variante 3: Gsponer Panoramaweg Plus). Weiter auf dem zunächst noch ausgeprägten, sich dann aber in blosse Wegspuren verlierenden Weg (einige Steinmänner) hinauf zu einem grossen Brunnen. Hier nach links (Markierung), dann gerade hinauf zu einer Felsnase (Markierung). In der Folge hält man sich immer etwas links auf einen wenig ausgeprägten Rücken zu und gelangt so in eine flache Mulde am Fuss eines Steilhangs. Über diesen etwas mühsam hinauf. Sanfteres Gelände führt dann zum Übergang des Lägunde Tschuggo (bei P. 2776).

Auf der anderen Seite kurz in ein kleines Tälchen absteigen, dann über den Gegenhang hinauf zur flachen Einsattelung südlich von P. 2800. Hier nach rechts weiter bis man auf den weiss/blau/weiss markierten, aus dem Nanztal heraufkommenden Weg stösst. Auf diesem zum Gipfel des Simelihorn (3123m) - insgesamt ein angenehmer Aufstieg mit nur wenigen Blockpassagen; einzig der letzte Aufschwung macht etwas weniger Spass (Geröll, Blöcke), doch ist er rasch überwunden.

Vom Simelihorn hinab in einen kleinen Sattel und weiter über den abwechslungsreichen Grat (einige kleine Hindernisse überschreitend oder umgehend) in Richtung Mattwaldhorn; Liebhaber von Blockkletterei kommen vor dem Gipfelaufschwung auch auf ihre Rechnung. Über Schutt und etwas Geröll zum Vorgipfel und weiter zum ausgedehnten Gipfelplateau; der höchste Punkt (3249m) befindet sich vor dem Ostgipfel mit Gipfelkreuz.

Für den Abstieg bieten sich zwei Varianten an: entweder auf dem gleichen Weg zurück oder (T2/T3, keine Markierungen) über die grosse, verschiedene Abstiegsmöglichkeiten bietende Südwestflanke zur Mattwaldalp und von dort weiter auf den Gsponer Höhenweg (der ebenfalls zur Mattwaldalp führende Abstieg via Simelipass ist eine Plagerei in Schutt, Geröll und Felsblöcken und kann nicht empfohlen werden). Man steigt vom Gipfel direkt über Schutt und Geröll gegen P. 3014 ab und weiter in gleicher Richtung über zunehmend grasige Hänge westlich von Chieblatte vorbei zu den sanften Hängen der Mattwaldalp, wo man bald auf die Suone Gsponeri und dann auf die Suone Finileri trifft. Es bringt wenig, diesen Suonen zu folgen. Besser ist es, die weiten Hänge der Mattwaldalp immer etwas absteigend in Richtung Färiga (2276m) zu queren, wo man auf den Gsponer Höhenweg (R. 45) stösst.

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